Gute Geschäftsberichte schreiben

Schreibtipps

Der Trend bei Finanzberichten: Weg von Imagestrecken – hin zum Kern der Information. Wie bleiben sie trotzdem ansprechend?

Der Geschäftsbericht soll in erster Linie Aktionäre und Analysten informieren. Darauf besinnen sich offenbar gerade viele Unternehmen. Ein Beispiel dafür ist VERBUND. Österreichs führendes Stromunternehmen hat seine Berichte in den letzten Jahren konsequent vereinfacht: Im Bericht 2013 finden sich keine Bilder mehr, dafür kompakte Informationen plus Statements des Unternehmens zum Dachthema „Chancen“.

Zahlenfriedhof vermeiden

Kann das funktionieren? Ja, wenn die Sprache einfach und konkret ist. Wenn die Ziele und die Strategie des Unternehmens klar transportiert werden. Und wenn ein durchgängiges Konzept dahinter steht. Ein reiner Zahlenfriedhof ist zu vermeiden. Und ist der Text zu kompliziert, verstehen viele Aktionäre nur Bahnhof. Selbst Fachleute kritisieren, dass Finanzinformationen oft viel zu kompliziert präsentiert werden. Das zeigte erst jüngst ein Artikel im Kurier mit dem Titel „Wie bitte, Herr Direktor?“.


Je einfacher, umso klarer

Formulieren Sie so einfach wie möglich und lagern Sie Zahlen in Tabellen und Diagramme aus. Schreiben Sie kurze Sätze (maximal 15 Wörter) und setzen Sie Verben statt Hauptwörter ein. „Der Aktienkurs stieg um 5 %“ ist allemal verständlicher als „Die Aktienentwicklung gestaltete sich mit einem Plus von 5 % positiv“. Wenn Sie die Information in Häppchen packen, halten sie die Leserinnen und Leser besser bei der Stange. Arbeiten sie beispielsweise mit Infokästen oder Zusammenfassungen.

Und nicht zu zuletzt gilt: Die beste Methode, gute Geschäftsberichte zu schreiben, ist immer noch, von anderen Beispielen zu lernen …

Ideen, aber keine Worte?

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