Mit unseren Tipps zu leserfreundlichen Sätze

Schreibtipps

Die deutsche Sprache ist kompliziert und ihr Satzbau oft haarsträubend. Wir verraten das Geheimnis hinter knackig-kurzen Sätzen.

Keine Frage, in Romanen haben lange Sätze ihren Reiz. Aber Alltagstexte müssen einfach sein – vor allem im Web. Die Schreibagentur weiß, was Leserinnen und Leser gerne haben.

1. Sparen Sie sich Einschübe. Oft stehen lange Einschübe vor dem eigentlichen Inhalt. Ein Beispiel: „Neben einer Reihe von Fachbüchern, die ihn meist lange beschäftigen, liest er gerne Romane.“ Stellen Sie Wichtiges an den Beginn und lassen Sie weg, was nicht notwendig ist: „Er liest gerne Romane – wenn ihm neben Fachbüchern Zeit dafür bleibt.“

2. Vermeiden Sie Verneinungen. Besser Sie „tun etwas“ als Sie haben es „nicht bleibenlassen“. Verneinungen sind anstrengend für die Leserinnen und Leser. Sie machen Sätze länger und komplizierter. Trauen Sie sich und sagen Sie klar und deutlich, was passiert.

3. Trennen Sie Verben nicht. Im Deutschen gibt es viele Verben, deren zweite Hälfte am Ende des Satzes stehen muss. Ein Beispiel: „Ich habe, nachdem ich in die Arbeit gekommen bin, den PC gestartet, meine E-Mails gecheckt und ein paar Telefonate gemacht habe, einen Blogbeitrag geschrieben.“ Leserinnen und Leser wollen sich nicht zeilenlang fragen, ob ich etwas geschrieben, einen Preis bekommen oder eine Straftat verübt habe. Schreiben Sie lieber „Ich habe einen Blogbeitrag geschrieben. Davor habe ich …“

4. Verabschieden Sie sich von Nebensätzen. Hauptsätze sind verständlich, kurz und lesefreundlich. Oder deutlicher: Hauptsätze sind besser als Nebensätze. Teilen Sie lange Satzkonstruktionen in mehrere Hauptsätze – so halten Sie Leserinnen und Leser bei der Stange. Statt „Sie wünscht sich, dass sie jeden Tag einen neuen Blogbeitrag zu lesen bekommt“ besser „Sie möchte jeden Tag einen neuen Blogbeitrag lesen.“

5. Finger weg von langen Wörtern. Mark Twain sagte „Einige deutsche Wörter sind so lang, dass man sie nur aus der Ferne ganz sehen kann.“ Überlegen Sie, ob es kürzer geht. Ein „roter Ordner“ ist für Leserinnen und Leser interessanter als ein „Standardkunststoffaktenordner“. Lässt sich ein Wort nicht kürzen, erleichtern Bindestriche das Lesen.

Schreiben Sie so, dass Sie Ihren Text selbst gerne lesen würden. Mit kurzen Sätzen und einfachen Wörtern sind Sie auf der sicheren Seite.

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