Bindestrich oder Gedankenstrich?

Bindestriche und Gedankenstriche sehen sich sehr ähnlich, werden aber unterschiedlich verwendet. Pia Wala hat nachgeforscht.

Kennen Sie das: Sie schreiben einen Text und wollen einen Gedankenstrich machen – oder war es ein Bindestrich? Haben Sie sich schon gefragt, warum ein Strich länger und einer kürzer ist? Jetzt ist Schluss mit der Unklarheit: Erfahren Sie hier, welche Verwendung richtig ist und welche Unterschiede es gibt.

Über kurz oder lang …

Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zu Beginn: Ein Bindestrich ist kurz (-), ein Gedankenstrich lang (­–). Und so klappt es in der Praxis: Mit der Tastenkombination „Strg“ und dem Minuszeichen auf dem Ziffernblock bekommen Sie den Gedankenstrich. Kein Ziffernblock auf der Tastatur? Dann hilft Ihnen die Symbolpalette.  

Was kann der Bindestrich?

Bindestriche werden in zusammengesetzten Wörtern verwendet, zum Beispiel bei „20-jährig“. Sie werden außerdem bei Ergänzungen von Wortteilen wie „Apfel- und Birnenkerne“ benutzt. Auch bei Silbentrennungen am Ende einer Zeile ist der kleine Bruder des Gedankenstrichs die richtige Wahl. Kleine Eselsbrücke: Der Bindestrich dient immer als Verbindung zweier Wortteile.

Wann hat der Gedankenstrich seinen Auftritt?

Gleich eine Gedächtnisstütze: Gedankenstriche sind bei (Gedanken-)Einschüben in Sätzen korrekt. Ein Beispiel: „Wir werden morgen – wenn das Wetter es erlaubt – einen Ausflug machen.“ Der Einschub könnte hier auch durch Beistriche getrennt werden. Auch bei Anhängen ist der längere Strich richtig: „Heute habe ich einen Text geschrieben – mitten in der Nacht!“ Weiters wird der Gedankenstrich als Zeichen für die Wörter „bis“ und „gegen“ verwendet.

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