Storytelling: Warum unser Gehirn Geschichten liebt

Eine gute Story zieht uns sofort in den Bann. Weshalb? Lesen Sie hier, wie Storytelling Ihr Oberstübchen auf Trab bringt.

Sie sitzen zuhause auf der Couch. Der Abspann des Films ist zu Ende. Sie sind noch immer ganz mitgenommen vom dramatischen Ende – schließlich haben Sie zwei Stunden mit den Protagonisten mitgefiebert. Kommt Ihnen das bekannt vor? Hier hat die packende Geschichte, die Neurochemie Ihres Gehirns beeinflusst. Denn Geschichten schaffen das. Aber warum?

  1. Storytelling liegt in unserer DNA

Der Mensch ist seit jeher ein Storyteller. Unsere allerersten Vorfahren waren schon große Erzähler. Wie hätten sie auch sonst – ohne Schrift oder Felsmalereien – ihre Erfahrungen überliefert? Unser Gehirn ist sozusagen an Geschichten gewöhnt. In Storys verpackte Botschaften lassen sich leichter verarbeiten, entschlüsseln und speichern. Das konnte auch neuropsychologisch erwiesen werden.

  1. Unser Gehirn arbeitet in Geschichten

Was merken Sie sich am besten? Richtig, Geschichten! Diese speichert unser Gehirn am liebsten ab. Dabei verwendet es einen Trick: Es stellt von wiederkehrenden Ereignissen Prototypen her – so der Marketingexperte Werner T. Fuchs in seinem Buch Warum das Gehirn Geschichten liebt. Werden Sachverhalte in Storys verpackt, ordnen wir diese in Master-Plots ein. So merken wir sie uns leichter als isolierte Zahlen und Fakten.

  1. Storytelling weckt Gefühle

Das limbische System – das „emotionale Gehirn“ – macht Freudensprünge, wenn es mit Geschichten beliefert wird. Bei einer guten Story sind wir auch mit dem Herzen dabei. Unser Mitgefühl reicht so weit, dass wir die Geschichte ein zweites Mal ausleben. Dabei werden die Hormone Oxytocin und Kortisol ausgeschüttet, die unser Verhalten beeinflussen können. Das zeigt das Experiment Empathy, Neurochemistry, and the Dramatic Arc des kalifornischen Neuroökonomen Paul Zak: Testpersonen spendeten nach der emotionalen Geschichte über den krebskranken Ben und seinen Vaters Geld an eine Hilfsorganisation.

  1. Geschichten docken im Unterbewussten an

Storys sind erlebte Bilder. Im Gehirn öffnet sich wie von selbst der Vorhang zum eigenen Kopfkino. Eine lebendige Vorstellung beginnt. Das Publikum taucht in eine Welt von Gefühlen und Assoziationen – ins Unbewusste – ein. Vernunft und Logik machen Pause. Das zeigt sich auch im Verhalten: Bei Storys entspannen wir uns. Diesen Prozess nutzen Sie als Storyteller, um Interesse zu wecken und Meinungen – zu Marken oder Produkten – zu beeinflussen.

  1. Storytelling befriedigt das Bedürfnis nach Unterhaltung

Auch wenn wir erwachsen sind: Der Wunsch nach Spaß, Spannung und Spiel – kurz guter Unterhaltung – ging uns nie verloren. Er ist eines unserer mächtigsten Bedürfnisse. Das sagen auch die Neurowissenschaften. Werfen Sie einen Blick auf die Limbic® Map des Psychologen Hans-Georg Häusel. Diese zeigt: Neben den Grundbedürfnissen Nahrung, Atmung und Schlaf dürfen auch Spiel und Spaß im Leben nicht zu kurz kommen.

Wie Sie sehen, bringt eine spannende Geschichte unser Gehirn auf Hochtouren. Was es beim Storytelling sonst noch zu erleben gibt, erfahren Sie hier im Schreibagentur-Blog. Gerne unterstützen wir Sie dabei, die Themen Ihres Unternehmens in Geschichten zu packen.

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