Storytelling: Auf den Nutzen kommt es an

Geschichten müssen Kunden berühren und Businessziele unterstützen. Nur so bringt Sie Storytelling zum Erfolg.

Nicht nur in der Märchenwelt, auch bei Unternehmen stehen Storys hoch im Kurs: vom berührenden Werbespot bis zur trendigen Snapchat-Kampagne. Allzu kreative Content Manager verlieren beim Storytelling aber vielfach das Ziel aus den Augen. Wem erzählen sie Ihre Story? Und was wollen sie damit bewirken? Die beste Geschichte bringt nichts, wenn der Nutzen für den Kunden fehlt.

Versetzen Sie sich beim Texten in Ihre Kunden

Fragen Sie sich daher vorab, was Ihre Zielgruppe wirklich interessiert. Welche Bedenken haben diese? Und was erwarten sie sich von Ihrem Unternehmen? Denn um Ihre Kunden zu erreichen, müssen Sie ihnen einen konkreten Mehrwert bieten. Machen Sie sich auf die Suche nach dem Besonderen, das Ihre Firma, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung auszeichnet. Und übersetzen Sie diese Eigenschaft in einen erlebbaren Nutzen.

Textprofi Stefan Gottschling hat das so simpel wie bestechend auf den Punkt gebracht. „Niemand kauft Blumenzwiebeln, weil ihm Blumenzwiebeln so gut gefallen oder weil er die raue Schale so toll findet“, schreibt er in seinem Buch „Werbebriefe einfach machen!“. „Menschen kaufen Blumenzwiebeln, weil sie einen bunten, blühenden Garten haben wollen. Weil sie sich jeden Tag daran freuen wollen und ein Teil der Freude auch die neidischen Blicke des Nachbarn sind.“

Storytelling setzt beim Erleben an

Gut umgesetzt ist dieser Ansatz in der crossmedialen Kampagne #austriantime der Österreich Werbung. Ihr Ziel ist, Menschen für einen Urlaub in Österreich zu gewinnen. Die Idee dahinter: Wir leben in einer Welt, in der alles geteilt, gepostet und in Echtzeit kommuniziert wird. Dabei geht allzu oft der Moment verloren, der nur uns gehört. Aber er lässt sich in Österreichs vielfältigen Naturlandschaften wieder entdecken. Authentische Anekdoten, O-Töne und Bilder wecken die Sehnsucht nach unverfälschten Begegnungen mit der Natur – von murmelnden Bächen bis zum Duft von Wildkräutern.

Sie fragen sich, wie Sie Ihre Zielgruppe auch für ein weniger emotionales Thema begeistern können? Dabei hilft Ihnen die Merkmal-Vorteil-Nutzen-Technik. Überlegen Sie sich: Welches greifbare Merkmal hat Ihr Unternehmen oder Produkt? Welchen erklärbaren Vorteil bietet es? Und welchen erlebbaren Nutzen bringt das für Ihre Zielgruppe? Ein Beispiel: Sie bringen ein Auto mit einem 700-Liter-Kofferraum (Merkmal) auf den Markt. Das bedeutet mehr Stauraum (Vorteil). Und Ihre Kunden können mit der ganzen Familie entspannt in den Urlaub fahren (Nutzen). In meinen Firmen-Schreibkursen kommt diese Übung gut an und sorgt immer wieder für Aha-Effekte.

Sie wollen mehr über Storytelling erfahren? Dann schauen Sie doch wieder im Content Blog der Schreibagentur vorbei. Oder melden Sie sich bei mir: Dr. Claudia Riedmann, , Tel. 0650-4400709